Vampir


Ein Vampir ist eine Sagengestalt, die als Untoter in Särgen west und sich zuweilen um Mitternacht aus der Gruft erhebt, um sich vom Blut verstorbener Angehörigen zu ernähren. Erste literarische Quellen finden sich beim Augustinermönch Abbé Dom Calmet, der schon im 17. Jahrhundert über den Vampirglauben in Osteuropa schrieb; später machte der Autor Bram Stoker den „Dracula“ berühmt. Der Roman „Dracula“ geht auf die historische Gestalt des rumänischen Fürsten Vlad Tepesz genannt Dracul zurück, der zur Zeit der Türkenkriege ein blutiges Regiment führte und seine Feinde auf Pfählen aufspießte. Historiker nehmen jedoch an, der verbreitete Glaube an Vampire sei in Osteuropa vor allem durch die Pestepidemien entstanden, die dazu führten, dass mitunter Tote und noch Lebende in Massengräbern beerdigt wurden und manche lebendig Begrabenen wieder aus dem Grab aufstanden. In der Esoterik spricht man heute manchmal im übertragenen Sinn von „Energievampiren“ – das sind Personen, die ihren Mitmenschen energetisch Kraft rauben, indem sie sie mit ihrer Negativität bedrängen.